Spam, UCE, UBESeit das Internet von einigen Firmen entdeckt wurde, leiden immer mehr Benutzer unter unerwünschter Werbung. Auch von anderer Seite wird das Medium E-Mail massiv mißbraucht. Im Sprachgebrauch der Netzgemeinde haben sich drei Bezeichnungen für diese Mails eingebürgert: Spam (nach einem Monty Python Sketch), UCE (Unsolicited Commercial E-Mail) und UBE (Unsolicited Bulk E-Mail). Spam steht als Oberbegriff für unerwüschte, massenhaft gesendete Nachrichten, seien es nun E-Mails oder News-Artikel. Warum schadet Spam dem Internet?Im Gegensatz zu den herkömlichen Medien wie Telefon und (Sack-)Post, trägt der Empfänger die Kosten für den Empfang von E-Mail. Am besten vergleichbar ist E-Mail mit dem Telefax, denn genauso wie der Empfänger für das Faxpapier bezahlen muß, zahlt er bei E-Mails für die Übertragung Telefongebühren. Da die Spammer sich der Verwantwortung für ihre Mails entziehen möchten, verwenden sie häufig falsche E-Mail Adressen, fälschen einzelne Zeilen des Nachrichtenheaders und verwenden die Mail-Relays Unbeteiligter. All diese Täuschungsmanöver gehen zu Lasten der Internetanbieter. Diese müssen sich mit wirren Fehlermeldungen (Wer wollte jetzt wirklich eine Mail an wen schicken? Da die Adressen gefäschlt sind oft ein Ratespiel.) empörten Benutzern (die entweder Spam-Mails bekommen haben, oder deren Adresse als Absender mißbraucht wurde) und verstopften Mail-Relays auseinandersetzen. All dies wäre vermeidbar, wenn auf das Medium E-Mails als Werbeträger verzichtet werden würde. Die rechtliche LageIn Deutschland ist der unaufgeforderte Versand von Werbung per Telefax verboten, auch in Sachen E-Mail geht die Rechtsprechung in diese Richtung (vergleiche Einstweilige Verfügung des Landgerichts Berlin zu UCE). In England wurden E-Mails mit Fax-Nachrichten gleichgesetzt und unaufgeforderte Werbung per E-Mail verboten. In vielen anderen Staaten geht die Rechtsprechung ebenfalls in diese Richtung. Doch was nützt es? Ein bißchen Fachwissen beim Versender der Werbung vorausgesetzt, und kein Staatsanwalt wird je in der Lage sein, den Verantwortlichen zu finden. Solange große Internetanbieter ihren Kunden ohne Überprüfung ihrer Identität den Zugriff auf das Internet erlauben, kann jeder unerkannt E-Mails verschicken... Was kann ich gegen Spam tun?Das einzige wirksame Mittel gegen Spam ist, sich immer und an so vielen Stellen wie möglich zu beschweren. Um aber erkennen zu können, von wo der Spam kam, ist ein gewisses Fachwissen erforderlich. Die Kunst besteht darin, aus dem Header der E-Mail herauszulesen, über welche Internetanbieter diese Nachricht geschickt wurde. Eine gute (englische) Anleitung und weitere Informationen zu diesem Thema gibt es bei abuse.net. |